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Wie viel Begegnung braucht ein Dorf?

vor 10 Stunden
3 Min. Lesezeit

Manchmal sind es nicht die großen Ereignisse, die in Erinnerung bleiben. Es sind die kleinen Momente.


Nach einer unserer Landparty, wenn die Musik verklungen ist, die letzten Stimmen leiser werden und langsam wieder Ruhe einkehrt, bleiben Bilder zurück:


Zwei Menschen stehen lachend an einem Tisch, die sich vielleicht seit Monaten nicht gesehen haben. Ein Ehepaar tanzt einfach mal wieder miteinander. Freunde sitzen zusammen, erzählen Geschichten und vergessen für ein paar Stunden den Alltag. Jemand kommt allein und sitzt wenig später mittendrin.



Genau dafür haben wir vor über zwei Jahren unser Himbacher Kultur- & Landcafé ins Leben gerufen.


Nicht einfach als Geschäftsidee, sondern als Herzensprojekt. Als einen Ort, an dem Menschen ankommen dürfen. An dem man keinen besonderen Grund braucht, um vorbeizukommen. An dem man sich hinsetzt, miteinander spricht, lacht und sich willkommen fühlt.


Denn manchmal frage ich mich: Wo begegnen wir uns heute eigentlich noch?


Wo geht derjenige hin, der zu Hause allein ist? Wo trifft man zufällig den Nachbarn, den man seit Monaten nur noch aus dem vorbeifahrenden Auto kennt? Wo entstehen diese ungeplanten Gespräche, aus denen manchmal Freundschaften, Ideen oder einfach nur ein richtig schöner Abend werden?


Für uns ist genau das Kultur.


Kultur ist nicht nur Musik. Nicht nur eine Bühne oder eine Veranstaltung. Kultur bedeutet auch, miteinander zu reden, gemeinsam zu lachen, zu tanzen und für einen Moment zu spüren: Ich gehöre hier dazu.


Unsere Landparty soll genau das sein. Ein Abend im Monat. Ein paar Stunden Musik, Gespräche und Lebensfreude – mitten in Himbach.


Wenn uns dann jemand nach einem solchen Abend sagt: „Ich habe mich heute gefühlt wie im Urlaub und dabei war ich einfach nur in Himbach“, dann ist das vielleicht eines der schönsten Komplimente, die wir bekommen können.


Natürlich gehört zum Zusammenleben Rücksicht. Das ist selbstverständlich. Aber zu einem lebendigen Dorf gehören genauso Begegnung, Gemeinschaft, Kultur und manchmal eben auch ein bisschen Musik.


Denn wenn wir irgendwann keine Orte mehr haben, an denen wir uns begegnen – was bleibt dann?


Häuser. Straßen. Grundstücke.

Aber ein Dorf ist mehr als das.


Ein Dorf lebt von seinen Menschen. Von ihren Geschichten. Von ihrem Lachen. Von den Momenten, die sie miteinander teilen. Und vielleicht ist genau das Heimat.


Und eines haben uns die vergangenen zwei Jahre ganz besonders gezeigt:


So etwas schafft niemand allein.


Deshalb möchten wir von Herzen Danke sagen. Danke an unsere Gäste, unsere Freunde und unsere Familien. Danke an all die Menschen, die seit über zwei Jahren mit anpacken, Ideen haben, unterstützen, helfen oder einfach da sind.


Danke auch an die vielen Vereine, Gruppen und Gemeinschaften, die unseren Ort lebendig machen – an die Landfrauen, die Countryboys, den Schützenverein, die Feuerwehr, das Himbacher Backhaus, Bäckerei Wagner, Pati - Brutzelbär, Torsten von ProSound und all die anderen, die zeigen, was entstehen kann, wenn Menschen nicht nur nebeneinander, sondern miteinander etwas bewegen.


Denn einer allein kann vielleicht eine Idee haben.


Aber erst viele Menschen machen daraus etwas Großes.


Vielleicht ist das sogar die wichtigste Erkenntnis dieser zwei Jahre: Gemeinschaft entsteht nicht dadurch, dass wir darüber reden. Sie entsteht dadurch, dass wir sie leben.

Dass einer anfängt. Ein anderer mitmacht. Der Nächste eine Hand reicht. Und irgendwann steht man zusammen da und merkt:


Das hier haben wir gemeinsam geschaffen.


Und genau dafür steht für uns das Himbacher Kultur- & Landcafé.


Für Begegnung. Für Gemeinschaft. Für ein lebendiges Himbach und für ein kleines Stück Heimat, das wir miteinander gestalten.


Vielen Dank

Thomas, Janina, Johanna, Mama, Alex, Elfi, Sabine, Paula, Cathrin, Joris und Lia



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